Unterhaltsames
> aus dem Garten
Adieu und Servus
Adieu und Servus
All meinen Gefühlsregungen zum Trotz und nach einem viel zu langem Hin und Her ist es mir endlich gelungen mich von ihm zu trennen.
Schnell, sauber und ohne Sentimentalitäten.
Vom Ungetüm befreit frag ich mich jetzt, wie ich damit so lange warten konnte.
Die Antwort ist simpel:
Weil man, besonders in der Liebe, oftmals mit Blindheit geschlagen ist!
Und weil man in Folge viel zu sentimental ist, um seine Lieblingspflanze - und das sind sie doch alle - solchermaßen zu vernichten.
Deswegen pflegt man wohl auch weiterhin überalterte, aus der Form geratene und kränkelnde Exemplare.
Aber jetzt ist er gerissen, mein zimmergärtnerischer Geduldsfaden.
Ganz plötzlich, als ich an klebrigen Blättern und Fensterscheiben merkte, dass hier etwas nicht stimmt.
Nicht dass ich mich davor geekelt hätte, ihn zu entlausen.
Aber den Machtkampf sollte er diesmal alleine austragen.
Ohne mir!
Ich hab ihn vor die Tür gesetzt!
Dass um diese Jahreszeit Pflanze wie Laus gleich schlechte Karten haben, war mir klar.
Mutter Natur hat schlussendlich den Rest für mich erledigt.
Den stummen Vorwurf meiner Topfleiche sehe ich als positiven Indikator:

Endlich ist Platz für einen neuen!




